25hours Hotels

Juni 16, 2021 in Deutschland, stories

2003 eröffnete das erste 25hours Hotel in Hamburg. Inzwischen ist die Hotelkette an 13 Standorten vertreten, die Eröffnung eines 14. ist noch für dieses Jahr in Florenz geplant. 25hours Hotels steht für exquisite Übernachtung und Verpflegung in den Hotspots Europas. Die aufstrebende Hotelkette hat beschlossen, jeden Tag die höchsten Hotelstandards zu liefern, vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Dabei ist jedes Hotel ein Unikat und passt sich mit seinem individuellen Design und Konzept seinem Standort an.

Als bevorzugte Espressomaschine haben sich die Gastronomiekonzepte in den 25hours Hotels für die La Marzocco GB5 und GS/3 entschieden. Die GB5 fördert einen romantischen, italienischen Stil an der Cafébar, während die GS/3 selbst in kleinen Barbereichen großartigen Kaffee serviert.

Bruno Marti ist Chief Brand Officer bei dem Unternehmen und arbeitet seit 2006 für 25hours Hotels. Mit ihm haben wir über die Bedeutung von Kaffee an unterschiedlichen Orten gesprochen und die Herausforderung einen Kaffee zu servieren, der jeden glücklich macht.

 

25hour Hotels Köln “The Circle”

 

Was ist deine erste Erinnerung an Kaffee?

Ich habe erst relativ spät angefangen Kaffee zu trinken. Ich empfand das immer als ein ganz ekelhaftes Gebräu. Aber dann, als ich angefangen habe, war es immer einfach Espresso und zwar schwarz.

 

Welche Bedeutung hat Kaffee in euerm Konzept?

Das ist sehr unterschiedlich, weil unsere Konzepte auch sehr unterschiedlich ausgelegt sind. Wir haben zum Beispiel ein italienisches Konzept, das heißt „Ribelli.“ Da ist der Kaffee enorm wichtig. Innerhalb des Gastraums haben wir eine Bar gebildet, die einerseits tagsüber das Thema Kaffee und andererseits abends das Thema Aperitivo abbilden kann. Besonders die Situation, dass man an den Tresen geht und einen schnellen Espresso für einen Euro trinkt, wollten wir innerhalb des Konzeptes erschaffen.

In anderen Konzepten ist es meistens zentraleuropäischer oder deutscher geprägt. Da ist Kaffee vor allem das Frühstücks-, aber auch das „Nach-dem-Essen“-Thema und da geben wir uns dann doch eher der Nachfrage hin. Da trinkt man dann nen Cappuccino in Deutschland und nen Café Creme in der Schweiz.

 

Würdest du „guten Kaffee“ im Hotel als Herausforderung beschreiben?

Es ist ganz schwierig die richtige Antwort darauf zu finden: „Was ist der richtige Kaffee für einen Hotelgast?“, besonders wenn der auch sehr international reist. Man trinkt in Paris einen ganz anderen Kaffee als in Zürich oder als in Hamburg. So richtig recht machen kann man es eigentlich keinem. Und der Kaffee, der nach dem Abendessen der richtige ist, ist vielleicht nicht der Richtige für Kaffee und Kuchen am Nachmittag.

Nicht zuletzt finden wir das Thema Kaffee selbst auch sehr wichtig. Unter uns Machern von 25hours Hotels wird viel Kaffee getrunken, aber auch viel über Kaffee gestritten. Besonders über den Geschmack. Gerade weil die Nachfrage auch überall so unterschiedlich ist.

Ein Hotel ist natürlich ein 24h Betrieb und hat unterschiedliche Anforderungen je nach Tageszeit und einen anderen Druck  hinter dem gastronomischen Konzept. Wir haben ein Frühstück, das wir für 200-300 Leute abbilden müssen. Da ist es schwierig, die gleiche Qualität anzubieten wie in einem à la carte Service am Abend. Aber trotzdem müssen wir das mit der gleichen Infrastruktur und den gleichen Ressourcen irgendwie leisten. Und dann hast du aber auch unterschiedliche Zielgruppen: Morgens kommt der Geschäftsreisende, nachmittags kommen Familien mit Kindern. Ein Hotelrestaurant ist ein Stück weit eine eierlegende Wollmilchsau, weil man es jedem recht machen muss.

Die GB5 sorgt für einen klassisch italienischen Flair an der Kaffeebar

 

Nimmst du einen Wandel beim Kaffeekonsum eurer Gäste wahr? Findest du, dass Kaffee wichtiger geworden ist im Hotel?

Es wird auf jeden Fall differenzierter. Mit der Kaffeekultur, die in ganz Europa entstanden ist, ist auch der Anspruch im Hotel gewachsen. Man kann nicht mehr einfach nur „Kaffee“ auf die Karte schreiben. Heute ist das eine halbe Seite auf der Getränkekarte, weil du jede Art von Kaffee, Filtergeschichten bis hin zum Latte aufführen musst. Die Leute sind das inzwischen gewöhnt von Playern wie Starbucks, aber eben auch vielen kleineren urbanen Röstereien.

 

Was bedeutet das für euer Personal?

Kaffee ist auch in der Ausbildung von Gastronomiepersonal wichtiger geworden. Heute musst du eben auch wissen, wie du einen guten Kaffee machst. Du kannst nicht mehr einfach nur einen Knopf drücken. Inzwischen gehören Barista-Schulungen einfach dazu. Besonders die Kenntnis über das Produkt ist viel wichtiger geworden. Dabei ist Kaffee ja eigentlich nicht mal unser Hauptprodukt. In erster Linie sind wir ein Hotel und da ist die Dienstleistung eine ganz andere.

 

Warum legt ihr dann trotzdem einen so starken Fokus auf euer Gastronomiekonzept?

Es geht vor allem darum, dass die Restaurants eine eigene Marke haben, weil Hotelrestaurants oft ein bisschen untergehen im Hotelkonzept und nur existieren, weil die Leute ja eben auch was essen müssen.“ Wir versuchen deshalb unsere Restaurant sehr stark nach außen und nach innen abzugrenzen. Du gehst in Köln also nicht im 25hours Hotel essen, sondern im „Neni.“

Hotels sind immer ein bisschen ähnlich. Ein Zimmer und ein Bett unterscheiden sich nicht so wesentlich. Was aber sehr unterschiedlich sein kann, sind die Gastronomien und die unterschiedlichen Flächen. Deshalb ist Gastronomie das stärkste Verkaufs-Argument, das ein Hotel individuell macht. Nach dem Urlaub fragt dich keiner: „Wie hast du geschlafen?“, sondern: „Wie war das Essen?“ Besonders das Frühstück ist da wichtig.

 

Warum gerade das Frühstück?

Wenn du Hotelgast bist, ist das Frühstück das Letzte, was du erlebst, bevor du rausgehst. Und wenn das nicht deinem Geschmack entsprochen hat, ist dein letzter Eindruck kein guter. Und das ist der, der in der Regel bleibt.

Deshalb ist das Frühstück ehrlich gesagt das Relevanteste. Auch wegen des Kaffees. Es kann dir nichts mehr den Tag versauen als ein falsches Frühstück oder der falsche Kaffee.

 

Warum La Marzocco?

 Wir wissen jetzt seit langen Jahren, dass die Technik funktioniert. Zusätzlich sind die Maschinen auch noch verdammt ästhetisch. Sie finden in den richtigen Lebenswelten statt. Wir befinden uns in einer Umgebung, wo viele unserer Kollegen die Marke kennen und schätzen.

 

 

 

 

 

 

 

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